Die Idee

Was ist die Kulturjurte:
In Gestalt eines mongolischen Nomadenzeltes wandert das gemeinnützige Projekt Kulturjurte seit Januar 2014 durch die Stadt München. Sie ist in erster Linie ein Raumangebot für am gesellschaftlichen Gemeinwohl interessierte Projekte und Initiativen, die sich für Nachhaltigkeit und Fairness einsetzen und eine bewusste und kritische Gesellschaft bewirken wollen. Insgesamt über 60 Projekte und Initiativen zählen inzwischen zur Gemeinschaft der Kulturjurte und garantieren eine große Bandbreite an Veranstaltungen, Angeboten und Aktionen. Die Kulturjurte versteht sich dabei als Sammelpunkt für die gesellschaftliche Initiativkraft und als gemeinschaftliches Rund, in dem diese sichtbar werden kann und das Raum für neue Ideen bietet

Die Initiativenvielfalt, die sich an der Kulturjurte beteiligt, macht diesen Ort zu einem ganz besonderen, interaktiven Spielplatz und sie ist beheimatet in beinahe jedem Themenbereich einer am Gemeinwohl orientierten Gesellschaft und Zukunft. Neben den Globalplayern Foodsharing, Amnesty International oder Ideen³, füllten bisher vor allem die vielen, kleinen Initiativen aus der Region München den Freiraum mit ihren Themen, Angeboten und Ideen. Dabei entstehen regelmäßig kleine Kooperationsprojekte zwischen den Mitwirkenden.
Das Interview von Radio München trifft gekonnt auf den Punkt, als was die Kulturjurte sich versteht. Zum Interview! 

Programm und Inhalt:
Die Kulturjurte ist in erster Linie ein Raum- und Serviceangebot an die kulturelle und gemeinnützige Szene Münchens. Stetig arbeiten wir am Aufbau und der Pflege unsere Kooperativen-Netzwerks, das mittlerweile aus über 60 Projekten und Initiativen besteht. Mit diesen erarbeiten wir mit Hilfe von regelmäßigen Ideenversammlungen (Planungstreffen) und digitalen Antragsformularen den Inhalt für den Raum Jurte. Das Programm befindet sich in einem stetigen Entwicklungsprozess. Wann was tatsächlich stattfindet, ergibt sich bisweilen auch spontan.

Grundsätzlich besteht das Programm der Kulturjurte aus drei inhaltlichen Elementen.

  1. Kultureller Freiraum: Die Jurte und die Flächen um sie herum bieten zahlreiche Möglichkeiten für Kreative, Kunst- und Kulturschaffende. Kleine Theaterperformences, Musikalisches und kreative Aktionen bekommen ausreichend Raum in der Jurte. Installationen und größere Darbietungen finden ihren Platz im Freien.
  2.  Ideeller Freiraum: Ein Netzwerk von bisher 60 (stetig wachsend) kooperierenden Projekten und Initiativen, die sich dem Gemeinwohl und der Nachhaltigkeit widmen, füllt regelmäßig das Rund der Kulturjurte. Im Fokus steht die kreative Gesellschaftsgestaltung. Das bedeutet für uns die Arbeit an und Entwicklung von innovativen Lösungsansätze zu gesellschaftlichen Widrigkeiten. Der Kulturjurte eigene Aufgabe besteht in der Förderung der Vernetzung und Zusammenarbeit dieser Initiativen. Unten führen wir eine kleine repräsentative Sammlung unserer Partner auf.
  3. Eigene Formate: Die Kulturjurte ist selbst eine Ideenschmiede, aus der laufend neue Visionen, Konzepte und Vorhaben entstehen. Mit Formaten wie „Kultur lädt ein“,  „Markt der Ideen“, oder „Lebenswege – Umwege erweitern die Ortskenntnis“, haben wir bereits Akzente setzen können. Außerdem laden wir regelmäßig inspirierende Persönlichkeiten ein. So ist zum Beispiel ein Abend zu Beuys Begriff der „sozialen Plastik“ mit Reiner Rappmann und Wolfgang Keller in Planung.

Daraus entsteht:
Gesprächskreise, Filmvorführungen und Vorträge thematisieren z.B. „Geld freies Leben“, „Die Bedeutung und Verantwortung von Lernen und Lehren“, „Leben und Situation von Flüchtlingen in Deutschland“, „Permakultur – Landwirtschaft anders gedacht“ oder „Zeitwohlstand – Verweilen und Teilen“. Die Funkenflieger erzählen „Geschichten über eine Bildungsbewegung“, Rainer Rappmann gibt Einblicke in „Das Leben von Joseph Beuys -Denker, Künstler & Revolutionär“, Otto Herz spricht mit Studenten der Pädagogik über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten eines Schul- &Bildungswesens und stellt seine Lösungsansätze vor. Ebenso ergeben sich Einblicke in die Erhaltungsmöglichkeiten alter Kulturpflanzen, Die urbane Gartenbewegung, „Tauschkultur – Die zivile Ökonomie“ sowie  in außergewöhnliche Berufs und Lebenswege.
Interaktive Aktionen und Workshops öffnen Handlungsspielräume und schaffen Raum zum Begegnen, Begeistern und Lernen. Regelmäßig bieten Mitstreiter des Lebensmittelretter-Netzwerkes Foodsharing zu Schnibbelpartys, bei denen das gemeinsame Kochen und Essen zelebriert wird. Auch der Idealistischen Salon einer Wohngemeinschaft findet als interaktives Diskussions- und Aktionsformat für aktuelle und zukünftige Weltverbesserer seinen Raum in der Jurte. Die interaktive Demonstration macht Mut zum Experiment, hawaiianische Massagenachmittage und Atemworkshops lassen Dich Deinen Körper bewusster wahr nehmen, Wildkräuterführungen und Tage zu Ehren der Bienen bringen uns der Natur wieder Näher und ermöglichen uns deren Begreifen.

All diese Veranstaltungen, Angebote und Aktionen liegen in der Vergangenheit… (Nachzusehen im Facebook-Kalender unter „Vergangene Veranstaltungen“) Wir sind gespannt, was die Kulturjurte noch für uns bereit hällt.

Urbane Nomade:
Auf ihrer Wanderschaft durch die bayerische Metropole konnte die Kulturjurte schon viel von dieser vielseitigen Stadt entdecken: Den Startschuss stellte die Großaustellung „Kunst im Bau“ dar, die in den verlassenen, backsteinernen Hallen in Thalkirchen stattfand, die vor über 120 Jahren zur Wartung und Reparatur von Lokomotiven und Waggons genutzt wurden. Mitten im Herzen der Stadt durfte die Jurte bereits zwei Standorte bespielen: Im Rahmen des Bildungscamp stand sie auf der Grünfläche vor der Ludwig-Maximilians-Universität, ebenso anlässlich der Jahresausstellung im Garten der Akademie der Bildenden Künste. In beiden Fällen trug die Kulturjurte mit einem umfangreichen Programm von Aktionen und Vorträgen thematisch zu den Veranstaltungen bei. Kurzzeitig bereicherte sie auf einem Ein Sportplatz nahe des Canditplatzes die Nomadic Sculpture, bevor die Kulturjurte ihren aller ersten alleinigen Standort bezog: 2 Monate lang durfte das Nomadenzelt den Kegelhof, eine alte Papiermühle aus dem 14. Jahrhundert, ihren Standort nennen. Anschließend ließ die Kulturjurte auf dem Kreativquartier in der Dachauerstraße die turbulente Saison gemütlich ausklingen.

Nun ist die Jurte aus ihrem Winterschlaf erwacht und bereitet sich auf eine erneute Wanderschaft zu interessanten Lokalitäten und voller spannender Veranstaltungen vor.
Der Projektträger Ideen³:
Die Kulturjurte ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Ideen³ // Räume für Entwicklung e.V.. Dort ist sie in guter Gesellschaft.
Ideen³ // Räume für Entwicklung wurde 2009 von jungen Menschen gegründet, um Ideen für eine lebenswerte Zukunft erfahrbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen Menschen sich selbst und anderen wirklich begegnen können. Die Vision war von Anfang an, eine lebendige Organisation zu schaffen, die auch nach innen Möglichkeiten zum Innehalten, Atmen und Sein bietet. Seit 2012 bietet Ideen³ auch professionelle Dienstleistungen an, um Projekten, Organisationen und Unternehmen zu helfen, sich lebendig und kraftvoll zu entwickeln. Daraus sind drei Arten von Räumen mit insgesamt 9 Angeboten entstanden:

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